02.02.2012

Gedenken an einen forstlichen Klassiker und großen Reformer

Gregor Beyer: ''Heutige Forstreformen sollten mit Blick auf Georg Ludwig Hartig begleitet werden''

Die FDP-Fraktion würdigt Georg Ludwig Hartig anlässlich seines 175. Todestages als einen der bedeutenden „Väter des Nachhaltigkeitsgedankens“. Der forstpolitische Sprecher der Fraktion Gregor Beyer hat heute auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof in Berlin an seinem Grab gemeinsam mit einer Delegation des Deutschen Forstvereins, der Hochschule für Nachhaltige Entwicklung Eberswalde und weiterer Standesorganisationen einen Kranz zu Hartigs Ehren niederlegen. „Hartig hat schon 1795 in seiner „Anweisung zur Taxation der Forste“ erstmals formuliert, was Nachhaltigkeit bedeutet“, so Beyer.

Hartig wurde im Zuge der „Steinschen-Reformen“ Oberlandforstmeister. In dieser Zeit gelang es ihm die weitgehend desolate preußische Forstverwaltung zu reformieren. „Gerade heute lässt sich in der Forstreformdebatte einiges von diesem großen preußischen Reformer lernen“, so Beyer. So habe sich Hartig entschieden gegen den ungehemmten Verkauf von Staatswald zur Verbesserung des Haushaltes gestemmt, gleichzeitig aber zerstückelte Waldflächen durch Zukauf, Tausch oder Verkauf arrondiert. „Vor allem aber gelang ihm, nicht zuletzt durch die Übernahme des süddeutschen Forstreviersystems, die Reorganisation der Verwaltung bei gleichzeitiger strenger Ausrichtung auf wirtschaftliche Grundsätze“, so Beyer. Im Vergleich zu manchen der heutigen Reformansätze erscheine das Vorgehen von Hartig noch immer vorbildlich.