15.02.2012

Finanztransaktionssteuer ist Rohrkrepierer

Marion Vogdt: „Zahlen müssen am Ende die kleinen Privatanleger“

Marion Vogdt Zur Stellungnahme des Brandenburgischen Wirtschaftsministers Christoffers zur Finanztransaktionssteuer vor dem Ausschuss der Regionen der Europäischen Union äußert sich die Finanzexpertin der FDP-Fraktion Marion Vogdt:

„Die Forderung nach einer Abgabe auf Börsengeschäfte ist ein taktisches Munitionswerkzeug. Meist muss sie herhalten, um sich bei bankenkrisenempörten Bürgern beliebt zu machen. Sie trifft aber letztlich nur den kleinen Privatanleger.

Denn am Ende würde diese Art der Finanz-Mehrwertsteuer von den Banken an die Sparer direkt weitergegeben. Noch wichtiger aber ist die Bedingung, dass eine solche Steuer – wenn überhaupt – nur in ganz Europa eingeführt werden darf, nicht nur im Euro-Raum. Wenn man den Finanzplatz London nicht einbezieht, wird es zu einem Abfluss von Kapital und Wirtschaftskraft kommen.“