100 Jahre Babelsberg: Eine Erfolgsgeschichte, die verpflichtet
Teuteberg: „Zeit des Nationalsozialismus nicht ausblenden!“
„Der Wiederaufstieg der Filmstudios in Babelsberg ist ein schönes Beispiel dafür, wie Kooperation zwischen Berlin und Brandenburg zu einer Erfolgsgeschichte wird“, erklärte die medienpolitische Sprecherin der FDP-Fraktion und Potsdamer Landtagsabgeordnete Linda Teuteberg anlässlich des 100. Geburtstages dieses besonderen Ortes der deutschen Filmgeschichte. Möglich wurde diese Erfolgsgeschichte, so Teuteberg, vor allem durch das Engagement mutiger Männer und Frauen, die sich der großen Tradition des deutschen Films verpflichtet fühlen. „Der Name Volker Schlöndorff steht dafür exemplarisch und wir sind ihm wie vielen anderen leidenschaftlichen Cineasten an solch einem Tag zu Dank verpflichtet“, so die FDP-Politikerin.
Wer über die 100 Jahre Babelsberg redet, darf aber die zwölf Jahre nicht vergessen, in denen in den Filmateliers nationalsozialistische Propagandafilme hergestellt wurden. Teuteberg erinnert daran, dass in den Studios auch Filme wie „Der ewige Jude“ und „Jud Süß“ gedreht wurden. „Babelsberg war ein Schauplatz der Vorbereitung auf den Völkermord. Der millionenfache Mord an den europäischen Juden ist nicht denkbar ohne die Hass-Propaganda eines Joseph Goebbels.“
Daraus erwächst für Teuteberg eine Verpflichtung: „Wenn das Land Brandenburg heute die Studios fördert und sich ihrer Erfolge rühmt, darf es dieses dunkle Kapitel der deutschen Geschichte nicht vergessen. Die Erinnerung an das Vergangene muss in einem demokratischen Gemeinwesen immer der Wahrhaftigkeit verpflichtet sein.“